FAQs

Wer steht hinter dieser App und mit welcher Absicht?


Die geoHealthApp gGmbH (Hannover, Deutschland) ist eine gemeinnützige Gesellschaft, die den Zweck verfolgt, den weiteren Ausbruch der COVID-19 Pandemie (und weiteren Pandemien) durch Geolokalisationstracking einzudämmen. Zusammen mit ARIT-Services wird diese App entwickelt und herausgegeben vom Health Tech Cluster Switzerland (Healthcare-NGO). Wir sind eine gemeinnützige Gesellschaft und generieren somit keinerlei Profit aus dieser Applikation. In den letzten 6 Wochen hat ein kleines Team kumulativ über 3000 Stunden Arbeit in das Projekt hereingesteckt. Sollte unsere App auch nur ein Menschenleben retten, hat sich der gesamte Aufwand mehr als gelohnt!




Wie genau funktioniert diese App?


Die «geoHealthApp» ist eine mobile Applikation zur Infektionsprävention. Diese mobile Applikation wird für iOS- und Android-Smartphones zum kostenfreien Download zur Verfügung stehen. Die App enthält zudem keine Werbung. Ermittlung des Infektionsrisikos durch Geolokationstracking Die «geoHealthApp» erlaubt dem Nutzer sein individuelles Infektionsrisiko mithilfe der Standortfunktion zu bestimmen. Anhand der Aufenthaltsorte des Nutzers innerhalb der letzten 14 Tage wird ermittelt, ob er Kontakt mit infizierten Personen hatte (siehe «Daten» Funktion unten). Hierbei werden keine personenbezogenen Daten aufgenommen. Eine interaktive Karte zeigt Gebiete mit hohen Infektionsraten, die von Nutzern gemieden werden können (ab Version 2 verfügbar). Symptom-Checker Der Symptom-Checker fragt nach relevanten Symptomen. Mit dieser Information kann geoHealthApp dem Nutzer auf Grund des ermittelten Expositionsrisikos die optimalen Handlungsempfehlungen geben. Datenspende im Falle einer bestätigten Infektion Wenn ein Benutzer von einem Arzt oder einer medizinischen Einrichtung als infiziert bescheinigt wurde, kann das Laborergebnis freiwillig hochgeladen werden (mit geschwärzten persönlichen Daten, um die Anonymität zu gewährleisten). Das Attest wird dann von medizinischem Personal überprüft, bevor der Gesundheitszustand des Benutzers als infiziert gekennzeichnet wird. Diese Informationen werden anonym verwendet, um andere Benutzer zu informieren, die sich in den letzten 14 Tagen in der Nähe des infizierten Benutzers befunden haben könnten. Es erfolgt eine Alarmierung von potentiell Infizierten. Die betroffenen Nutzer werden nur informiert, dass potenzielle Risikokontakte bestanden hatten. Es werden keine Informationen zum Zeitpunkt und Ort des Risikokontakts übermittelt.

Ampelsystem als Indikator für das Infektionsrisiko Eine grüne Ampel bedeutet, dass geoHealthApp in den letzten 14 Tagen keine Risikokontakte für den individuellen Nutzer festgestellt hat. Eine gelbe Ampel bedeutet, dass geoHealthApp in den letzten 14 Tagen ein erhöhtes Expositionsrisiko für den individuellen Nutzer festgestellt hat.




Wo kann diese App heruntergeladen werden?


Die geoHealthApp kann (bald!) im Google Play Store und bereits jetzt im App Store heruntergeladen werden. Die Links zum Download finden Sie auf der Homepage: https://www.geohealthapp.de




Ist diese App für alle verfügbar oder nur für bestimmte Zielgruppen?


In jenen Ländern, in denen die App lanciert wird, steht sie der Öffentlichkeit im jeweiligen Google Play Store und App Store zur Verfügung. Jeder kann geoHealthApp kostenlos herunterladen. Derzeit ist geoHealthApp nur in Deutschland und der Schweiz verfügbar. Es ist geplant die App in Kürze weltweit verfügbar zu machen. Da geoHealthApp unabhängig von Behörden funktioniert, kann diese App weltweit genutzt werden.




Wie und warum unterstützt die Z Zurich Foundation und andere Organisationen diese App?


Die Stiftung finanziert Initiativen in Zusammenarbeit mit den Geschäftseinheiten von Zurich und mit Wohltätigkeitsorganisationen weltweit. Einer der Bereiche, in welchen sich die Stiftung einsetzt, ist das Wohlergehen. Eine der diversen Reaktionen der Stiftung auf die COVID-19 Pandemie war, mit einer Spende zur Entwicklung von "geoHealthApp" beizutragen.




Was ist das Ziel dieser App?


Die Unterstützung innovativer Schutz- und Präventionsmaßnahmen ist uns ein grundlegendes Anliegen und geht zurück auf unser Versprechen an unsere Kunden und die Gesellschaft. Die geoHealthApp ist eine Lösung, die der Gesellschaft helfen kann, die weitere Ausbreitung von COVID-19 einzudämmen. Sie ist nicht die einzig richtige Maßnahme und auch keine Einzellösung. Sie ist zusätzlich zu anderen bestehenden Maßnahmen (soziale Distanzierung, verstärkte Hygiene usw.) vorteilhaft.




Welche Technologien werden verwendet für diese App?


Die grundlegende Technologie, die in dieser App verwendet wird, ist das Geolokalisationstracking. Nachdem der Benutzer die App installiert, und seine ausdrückliche Zustimmung gegeben hat, kann die App auf die GPS-basierte Ortungsfunktion des Smartphones zugreifen. Die App erfordert kein Login, das bedeutet, dass keine personenbezogenen Daten eingegeben werden müssen.
Diese Standortdaten werden jeweils 14 Tage lang, ohne jegliche personenbezogenen Daten protokolliert. Im weiteren Verlauf ist die Bluetooth-Lösung, auch als komplentäre Lösung angedacht.




Wie genau kann geoHealthApp orten?


Mithilfe der GPS Daten können wir eine Genauigkeit von bis zu 2 Metern erreichen. Die Genauigkeit hängt allerdings maßgeblich von der Umgebung und dem Gerät ab, sodass in manchen Fällen die Abweichung auch signifikant höher sein kann. Diese Gegebenheiten werden von unserem Algorithmus analysiert und in die Berechnung der «Ampelfarbe» einbezogen.




Wie geht geoHealthApp mit falsch-positiven oder falsch-negativen Risikokontakten um?


Ein falsch-negatives Ergebnis (grüne Ampel trotz Risikokontakt) kann trotz aller von unserer Seite getroffenen Vorkehrungen vorkommen. Dies kann unter anderem folgende Ursachen haben: - Nicht 100% der Menschen in Ihrer unmittelbaren Umgebung nutzen die App - Ungenauigkeit der Abstandsmessung bei einem stattgefundenem Risikokontakt - Ein infizierter Nutzer weiß nichts von seiner Covid-19 Erkrankung (Dunkelziffer) Um dem Nutzer kein falsches Gefühl von Sicherheit zu vermitteln, haben wir einen Symptomchecker eingebaut. Sollte ein Nutzer auch bei einer grünen Ampel Symptome einer Covid-19 Infektion entwickeln, zeigt die geoHealthApp die für den Fall optimierte Handlungsempfehlung an. Diese Empfehlungen sind an die Empfehlungen der länderspezifischen Institute (z.B. RKI) angelehnt. Ein falsch-positives Ergebnis (rote Ampel, obwohl kein Risikokontakt stattgefunden hat) kann trotz aller von unserer Seite getroffenen Vorkehrungen vorkommen. Dies kann als Ursache haben, dass die Kontakte nicht genau genug geortet werden können. Diesem begegnen wir, indem zum einen die zeitliche Komponente des Kontaktes berücksichtigt wird. Desweiteren verbessert sich unser Algorithmus ständig und kann somit die Kontakte immer genauer bestimmten. Um dem Nutzer hier kein falsches Gefühl der Verunsicherung zu vermitteln, haben wir auch für diesen Fall einen Symptomchecker mit Handlungsempfehlungen integriert. Insgesamt können wir sagen, dass geoHealthApp keinen 100% Schutz vor einer Coronainfktion bietet. Diesen Anspruch erheben wir auch nicht. Unsere App soll den Mitmenschen lediglich ermöglichen sich während der Lockerung der Quarantänemassnahmen sicherer zu fühlen und auch die Testkapazitäten sinnvoller einsetzen zu lassen.




Wie funktioniert die Befundvalidation?


Derzeit haben wir medizinisches Fachpersonal, welches bis zu 400 Befunde pro Tag problemlos verifizieren kann. Diese Kapazitäten können bei Bedarf schnell skaliert werden. Wir arbeiten an einer Künstlichen Intelligenz, welche in Kürze die Befunde selbständig auswerten kann.




Wie garantiert geoHealthApp die Sicherheit meiner Daten? Werden auch weitere Parteien, wie Zurich, Zugang zu meinen Daten haben?


Die GeoHealthApp gGmbH arbeitet mit Experten (s.u.) zusammen, um Best-Practice-Sicherheitsstandards einzuhalten und zu implementieren und die vollständige Einhaltung der geltenden Datenschutzgesetze zu gewährleisten. Die wichtigsten umgesetzten Maßnahmen sind: - Verschlüsselte Kommunikation zwischen dem Smartphone des Benutzers und dem Backend-AWS-Server (weitere Einzelheiten zu den AWS-Servern siehe unten) - Übereinstimmung mit den GDPR-Bestimmungen, respektive den Schweizerischen Datenschutzgesetzen, durch die Generierung einer zufälligen Smartphone-Geräte-ID anstelle der Aufzeichnung persönlicher Daten oder der Telefonnummer des Benutzers. Die Geräte-ID wird zusammen mit den GPS-Daten vor der Übertragung an den AWS-Server verschlüsselt. - Alle auf dem AWS-Server gespeicherten Daten werden nach 14 Tagen automatisch gelöscht. Unterstützende Experten: - Datenschutzbeauftragter: Pascal Winnen, CEO HEMEX AG, eine Unternehmensberatung im Gesundheitswesen - Beratung: Urs Stromer, Senior Consultant eHealth und ehemaliger Präsident der IG eHealth, dem Schweizer Berufsverband, mit Fachkompetenz in den Bereichen Gesundheitspolitik, Organisation, ICT, medizinische IT-Semantik und Technologie




Wo werden meine Daten gespeichert?


Die Daten werden in der Amazon Web Service (AWS) Cloud gespeichert. Die entsprechenden AWS-Server befinden sich in Frankfurt, Deutschland. Die AWS-Server halten sich an hohe Sicherheitsstandards. Die von der App protokollierten Daten werden nach 14 Tagen automatisch gelöscht.




Was geschieht mit meinen Daten, wenn die COVID-19 Krise vorbei ist?


Die von der App protokollierten Daten werden nach 14 Tagen automatisch gelöscht.




Kann diese App weiterverwendet werden, wenn die COVID-19 Krise vorbei ist?


Ja, die App ist so konzipiert, dass sie leicht modifiziert und zur Verfügung gestellt werden kann, um andere Epidemieausbrüche einzudämmen. Wir glauben an das Potenzial der geoHealthApp für weitere Pandemien, ohne einen Eingriff in die Privatsphäre zu schaffen. Wichtig ist für uns allein, dass das Tracking den epidemiologischen Sinn erfüllt und zweckgebunden ist. Falls sich herausstellen sollte, dass das Tracing in der Pandemiebekämpfung nicht zielführend wäre, würde das entsprechende Vorhaben eingestellt werden. Die gesammelten Daten werden nur für die Bekämpfung der Pandemie verwendet und nicht für weitere Zwecke genutzt werden.




Warum kommt eine solche Initiative nicht vom BAG/RKI?


Eine Kooperation ist von unserer Seite willkommen. Allerdings wird geoHealthApp keine Daten an Behörden weitergeben.




Wieso wurde für diese Initiative eine neue App programmiert? Wieso wurde nicht eine bereits vorhandene App verwendet, wie beispielsweise «TraceTogether» aus Singapur?


Singapur hat erst am Wochenende angekündigt, dass sie einen Teil des Quellcodes ihrer App zur Verfügung stellen werden. Das geoHealthApp-Team wird prüfen, wie dies für die Weiterentwicklung ihrer eigenen App genutzt werden kann. Die meisten anderen Apps und APIs sind unseres Wissens noch nicht öffentlich zugänglich.




Ist eine Lancierung der geoHealthApp in weiteren Märkten geplant?


Die App ist bereits in mehreren Sprachen verfügbar. Lancierungen in weiteren Märkten werden aktiv geprüft und diskutiert.




Ist die geoHealthApp kompatibel mit der Datenschutzverpflichtungen?


Die geoHealthApp entspricht im Allgemeinen den gleichen Grundprinzipien der Datenschutzverpflichtung: 1. Kundendaten sicher zu halten: Siehe Antworten oben. 2. personenbezogene Kundendaten niemals zu verkaufen: Die geoHealthApp gGmbH wird keine gesammelten Daten an Dritte verkaufen. 3. personenbezogene Kundendaten nie zu teilen, ohne dies transparent zu machen: In der Datenschutzerklärung der geoHealthApp, die der Nutzer vor der Nutzung der App zustimmen muss, ist transparent dargelegt, wie die gesammelten Daten verwendet werden. 4. Daten so zu nutzen, dass der User sich besser schützen kann und sich das Beste aus ihrem Leben machen kann: Hauptzweck der geoHealthApp ist genau der Schutz des Einzelnen und der breiten Öffentlichkeit.




Sind meine Daten sicher?


Datensicherheit ist ein sehr großes Anliegen. Daher sind wir stets bemüht, unser System ständig zu testen und bei Bedarf zu verbessern, damit keine Probleme entstehen. Ein Angriff auf unsere IT Infrastruktur kann trotz aller Vorsichtsmaßnahmen nie völlig ausgeschlossen werden. Wir tun unser Bestes, um Ihnen die sicherste Lösung anbieten zu können. geoHealthApp gGmbH ist eine gemeinnützige Gesellschaft und wird niemals Ihre Bewegungsdaten zu kommerziellen Zwecken verwenden oder mit Behörden teilen!




Wie verschlüsselt und pseudonymisiert ihr die Daten?


Vorab ist zu sagen, dass nur die minimal notwendigen nicht personenbezogenen Daten erhoben werden (Bewegungsprofile und geschwärzte Fotos der Testberichte). Die Daten werden gemäß der GDPR verschlüsselt.




Ist geoHealthApp eine zentrale oder dezentrale Lösung?


geoHealthApp nutzt die AWS Cloud zur Berechnung des individuellen Inkfetionsrisikos. Die Hochsicherheits-Cloud (Frankfurt) ist eine der sichersten Lösungen, die derzeit auf dem Markt existieren. Zudem werden Penetrationstest durch Experten durchgeführt, um die Sicherheit zu gewährleisten.




Wird die App-Nutzung zur Pflicht für die Bevölkerung?


Ein zentraler Baustein ist die freiwillige Nutzung der geoHealthApp. Es werden keinerlei Daten von Behörden eingeholt, oder an Behörden weitergegeben. Durch die Nutzung der App sollte kein Nutzer diskriminiert werden. Es sollte keine Art von Überwachung erfolgen und die Privatsphäre der Nutzer muss jederzeit geschützt werden. Jede technische Einzelheit wird mit besten Wissen und Gewissen veröffentlicht und wir sind jederzeit bereit, die User-Feedbacks und Kritik in öffentlichen Diskussionen bestmöglich umzusetzen. Wir sind stets bestrebt, Transparenz und Prüfbarkeit offenzulegen. Im weiteren Verlauf ist auch die Überlegung, bei GitHub den Code offenzulegen, um weiteres Feedback zu kriegen und Transparenz zu schaffen.




Was bedeutet das CE-Zertifikat?


Das CE-Zertifikat für die geoHealthApp ist ein Qualitätszeichen als Medizingerät der Klasse I. Gemäß der Europäischen Richtlinie über Medizinprodukte (93/42/EWG), gilt eine solche Software als Medizinprodukt der Klasse I. Wir haben versucht die 10 Prüfsteine des CCC bei der Entwicklung der geoHealthApp nach bestem Wissen und Gewissen zu integrieren.




In welchem Bezug steht geoHealthApp zu der Medizinischen Hochschule Hannover?


Ein Co-Founder des Projekts ist Student an der Medizinischen Hochschule Hannover. Die MHH als Institution ist nicht an dem Projekt beteiligt.





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